Monatsschrift - Magazin für den Gartenbau-Profi, Ausgabe Oktober 2009
Keine Schädigung nach einmaliger geringer Kreuzkrautaufnahme
Professor der Uni Bonn reagiert auf Millionenschäden nach Rucola-Handelsstopp und präzisiert Aussage über die „Gefährlichkeit“ von Kreuzkraut …
DIE Rheinpfalz, Mittelhaardter Rundschau, 7. Okotber 2009
Nur Rucola darf in die Kiste
Dannstadt-Schauernheim: Pfälzer Gemüsebetrieb setzt bei Verarbeitung auf strenge Qualitätskontrollen – Kreuzkraut soll keine Chance haben … Vor fünf Wochen brach der Rucola-Markt in Deutschland zusammen … Auch jetzt noch kämpft der Frischgemüsebetrieb (Hinweis: gemeint ist ein Erzeuger der Interessengemeinschaft Rucola Anbauer Pfalz) … in Dannstadt-Schauernheim mit Absatzschwierigkeiten. Um den Kunden die Angst zu nehmen, setzt das Unternehmen auf mehrfache Kontrollen.
Monatsschrift - Magazin für den Gartenbau-Profi, Ausgabe September 2009
Der Stoff, aus dem Skandale sind
Der Schock sitzt tief bei den deutschen Rucola-Erzeugern: von heute auf morgen durften sie nicht mehr liefern, nachdem dem Lebensmitteleinzelhandel der Medienrummel zu groß geworden war. Was mit dem vermeintlichen Fund eines Verbrauchers in einem Plus-Markt begann, kristallisierte sich binnen weniger Tage zu einer Krise, die hoch spezialisierte Betriebe in bisher ungekannte Existenznöte treibt. Die Monatsschrift hat recherchiert, wo der „Skandal“ seinen Anfang hatte und wie die Folgeergebnisse das Leben auf den Betrieben dramatisch veränderten …
Lesen Sie den kompletten Rucola-Artikel.pdf und den Kommentar zum Thema „Rucola: Der eigentliche Skandal“.
Brigitte.de, 3.September 2009
Alarm im Salat: Wie giftig ist Rucola?
„Panik ist aber auch nicht angesagt, zumal man ja aufpassen kann … Auch wollen die Überwachungsbehörden Rucola jetzt häufiger unter die Lupe nehmen. Inzwischen haben die Anbauer in der Pfalz eine Interessengemeinschaft gegründet. Unter ig-qualitaetsrucola-pfalz.de suchen sie den Dialog mit verunsicherten Verbrauchern.“
DIE Rheinpfalz, Ausgabe Ludwigshafen, 2. September 2009
Rucola-Skandal: Bauern pflügen Pflanzen unter
Handel nimmt Salat nicht mehr ab - Dabei würden Verbraucher nach Einschätzung der Pfälzer Landwirte das Produkt gerne weiter kaufen
„Walter Schmitt und seinen Kollegen bleibt keine andere Wahl. Der 41 Jahre alte Landwirt hat damit begonnen, seinen erntefrischen Rucola zu vernichten. Der Handel will das Produkt nicht mehr, seit jemand Kreuzkraut in einer Rucola-Schale entdeckt hat. Dabei würden die Verbraucher den italienischen Salat gerne weiterhin kaufen, meinen die Landwirte ...“
FRUCHTHANDEL, 2. September 2009
Kreuzkraut-Fund: Rucola-Anbauer prüfen rechtliche Schritte wegen 1,5 Mio Euro Schaden
„Nach einem mehrtägigen bundesweiten Handelsstopp für Rucola und des daraus resultierenden Schadens für die Erzeuger von bis heute bereits mehr als 1,5 Millionen Euro hat Professor Dr. Gerhard Röder vom pharmazeutischen Institut der Universität Bonn jetzt reagiert und frühere pauschale Aussagen seines Institutskollegen Dr. Helmut Wiedenfeld in einem Medienbericht präzisiert. Das Fazit, das er in einem Bericht der „SWR Ländersache“ zog, lautet: Bei einem einmaligen versehentlichen Genuss von Kreuzkraut müsse man mit keiner „Schädigung“ rechnen ...“
SWR online, 2. September 2009
Rucola-Bauern denken an Klage
„Die Rucola-Bauern in der Pfalz denken nach der Rückrufaktion der Supermärkte an rechtliche Schritte und Schadensersatzklagen. Nach Angaben der Interessengemeinschaft Rucola-Anbauer Pfalz ist inzwischen Schaden von rund 1,5 Millionen Euro entstanden. Unklar ist allerdings noch, gegen wen sich die Klage richten wird … Ein Institutskollege des Professors hatte dann vergangene Woche in einem SWR-Interview die Gefährlichkeit des Kreuzkrauts relativiert …“
Rheinneckarweb.de, 2. September 2009
Vorderpfälzer Bauern vernichten Rucola-Salat
„Den Bauern bleibt nichts anderes übrig, als den Rucola-Salat umzupflügen. Foto: KunzNeben der Verunsicherung der Verbraucher trifft die Erzeuger vor allem die vorsichtige Haltung des Handels. Viele Lebensmittelketten haben Rucola aus dem Sortiment genommen. Die Bauern bleiben auf ihrer Ware sitzen. Viele Felder werden deshalb umgepflügt. Der Schaden geht in die Millionen ...“
Gemuese-online.de - 31. August 2009
Rummel um Rucola - Produzenten geben online fachlich fundierte Informationen
„In der Interessengemeinschaft Rucola-Anbauer Pfalz fanden sich sechs Betriebsleiter zusammen, deren wirtschaftliche Situation durch den Skandal um Kreuzkraut in einer Rucola-Packung in Frage gestellt ist. Sie informierten am 25. August Print- und Fernsehmedien im Rahmen einer Pressekonferenz. Ihr Sprecher ist Ulrich Härtel, selbst betroffener Anbauer und Chef des Unternehmens Hawita in Dannstadt-Schauernheim. Nach dem angeblichen Fund von Kreuzkraut in einer 125-g-Packung Rucola und dem folgenden Verriss in der Medienlandschaft, nach schlimmen Anschuldigungen durch Verbraucher und der Auslistung durch den Lebensmitteleinzelhandel seien sie zunächst „wie gelähmt“ gewesen, berichtete Uwe Beutelmann. Über das Analyseergebnis zum Unkrautfund in Rucola liegt noch nicht einmal eine amtliche Bestätigung vor.
Dann reagierten die sechs Berufskollegen mit einem in der Kürze der Zeit gut gelungenen Internetauftritt auf die Vorwürfe ...“
Weitere Informationen: http://www.gemuese-online.de/QUlEPTExNDI0MTcmTUlEPTEyMzMmVElYPTA.html?UID=39EF5A28ED8DCD60D72ADD3DB4C9ECD2F844B4B50C7041AF3B
SWR Ländersache, Sendung vom 27. August 2009, 20:15 Uhr
„Boykott, Panik, Entwarnung. Wie der „Rucola-Skandal" entstanden ist.
Der Fund eines einzelnen Blatts Kreuzkraut bringt eine ganze Branche an den Rand des Ruins. Seitdem ein Verbraucher in einer Rucola-Packung eines Discountermarktes eine Pflanze des giftigen Krautes entdeckt hat, haben die Rucola-Bauern in der Vorderpfalz kein Blatt mehr verkauft. Und dort ist das Hauptanbaugebiet des beliebten Salates. Mehr als eine Million Euro Einsatzbußen, so lautet nach zwei Wochen die Bilanz.
Spiegel online, 24. August 2009
Rucola-Bauern gehen in die Offensive
„Das Gemeine Greiskraut ist an allem schuld: Nachdem ein Kunde vor zwei Wochen Blätter der giftigen Pflanze in einer Rucola-Packung gefunden hatte, ist der Markt für den Mode-Salat eingebrochen. Nun aber gehen die Rucola-Bauern in die Offensive. Sechs Erzeuger aus der Pfalz - der Hauptanbauregion für Rucola in Deutschland - haben sich zusammengeschlossen und eine Informationskampagne gestartet. Seit diesem Dienstag hat die neu gegründete "Interessengemeinschaft (IG) Rucola Anbauer Pfalz" ein eigenes Internetangebot. Auf der Plattform ig-qualitaetsrucola-pfalz.de wollen die Hersteller zur Aufklärung der Sachlage beitragen ..."
Trierscher Volksfreund, 24. August 2009
Rucola-Bauern gehen in Offensive
„An diesem Dienstag will die neugegründete «Interessengemeinschaft (IG) Rucola Anbauer Pfalz» in Dannstadt-Schauernheim ein neues Internet-Angebot präsentieren. Auf der Plattform «ig-qualitaetsrucola-pfalz.de» wollen die Hersteller zur Aufklärung der Sachlage beitragen. Damit solle ein direkter Dialog zwischen Landwirten und Verbrauchern möglich und die weitere Diskussion versachlicht werden …“
Hannoversche Allgemeine, 24. August 2009
Rucola-Bauern gehen in Offensive
„Ein Bonner Wissenschaftler hatte nach eigenen Angaben das Kraut in einer Rucola-Packung nachgewiesen, die ihm zugeschickt worden war und angeblich aus einem Supermarkt in Langenhagen bei Hannover stammte. Die IG betonte, dass bis heute kein amtliches Gutachten vorliege. Dennoch sei der Absatz Pfälzer Rucola-Erzeuger fast vollständig zum Erliegen gekommen ...“
Mannheimer Morgen, 22. August 2009
„Panikmache im Sommerloch“
„Für wie uninformiert halten uns eigentlich Medien und Politiker? Natürlich erwarten VerbraucherInnen saubere Ware, also keine Verunreinigungen durch andere Pflanzen. Aber Beikräuter, die da versehentlich mit hineingeraten sind, gleich als Giftkraut zu bezeichnen, ist reine Panikmache. Die Pflanze, um die es sich hier handelt, es ist Senecio vulgaris, kann keinen Menschen töten, schlimmstenfalls in hohen Dosen genossen, Erbrechen auslösen. Auch von lebensbedrohlichen Leberschädigungen, wie vom rheinland-pfälzischen Ministerium behauptet, findet sich in der entsprechenden Literatur keinerlei Hinweis. War der Artikel ein willkommener Anlass, das Sommerloch auszufüllen? Wichtiger fände ich den Hinweis, dass Rucola aus konventionellem Anbau grundsätzlich gesundheitsschädlich ist, da der Nitratgehalt gefährlich hoch ist ..."